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Evangelische Kirche Schwerin

Gedanken zur Woche - Fair play

Nun springen, fliegen, tanzen, laufen und schießen sie wieder, die Helden von Olympia.

Vergessen sind alle Vorbehalte von wegen undemokratisch, gigantisch, unökologisch…

Die Tage von Olympia ziehen in den Bann. Woher die Faszination? Sicher, das ist alles großes Spektakel und großer Kommerz, Starrummel und vielleicht auch nationale Emotion. Aber das erklärt nicht dieses allgemeine Interesse. Ich glaube, was uns darüber hinaus immer wieder in den Bann dieser Sportereignisse zieht, sind die Sportler, die so auf ein Ziel hin leben, dass sie dafür jahrelang trainieren, Entbehrungen auf sich nehmen, um bei Olympia dabei zu sein. Sie träumen von einem Treppchen auf dem dann doch nur drei von den Vielen stehen können.

Konsequent auf ein Ziel hin leben, das imponiert. Sportler nehmen dafür viel auf sich, weil sie meinen, es lohnt sich.

Der Apostel Paulus ist kein Sportler. Aber er vergleicht sein Leben im Glauben mit dem eines Sportlers. Dabei macht er deutlich, dass jeder Mensch das Ziel seines Lebens kennen und alles dafür tun sollte, damit er dieses Ziel auch erreicht. Für Paulus ist Jesus das Vorbild, sozusagen sein Trainingsplan. Darauf baut er sein Leben auf und verzichtet auf viele Dinge, damit „ich nicht predige und selbst verwerflich werde“, so schreibt er es der Gemeinde in Korinth, „fair play“ würden wir heute wohl dazu sagen. So, versichert er, können wir Menschen richtig, sinnvoll mit einander leben.

Wie schwer das ist, Vorbild sein zu wollen und nicht „verwerflich“ zu werden, ist uns in den letzten Tagen durch die sogenannten prominenten Steuersünder vor Augen geführt worden.

Hoffentlich müssen wir das nicht auch in den nächsten Tagen von Olympia erfahren. Das wäre schade für alle Zuschauer und alle, die zielorientiert und fair miteinander leben wollen.


Holger Marquardt, Pastor der Schlosskirchengemeinde Schwerin
Quelle: SVZ vom 10.02.2014, www.svz.de

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